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Letzte Aktualisierung: 24.11.2002
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Pressemitteilung November 2002

GAEB goes XML
Das Regelwerk GAEB 2000 wird dem internationalen Dokumentenstandard angepasst

XML (eXtensible Markup Language) ist eine international standardisierte Beschreibungssprache, die nach Meinung des BVBS (Bundesverband Bausoftware e.V., www.bvbs.de) langfristig die heute existierenden Datenverarbeitungsformate wie GAEB 90 ersetzen wird. Der Gemeinsame Ausschuss für Elektronik im Bauwesen (GAEB, www.gaeb.de) hat Mitte November auf der ACS in Frankfurt eine GAEB-XML Version als zukünftige Norm für die Bauwirtschaft vorgestellt.

XML hat sich über das Internet durch weltweite Kooperation und Ideensammlung entwickelt und bündelt deshalb die unterschiedlichsten Anforderungen des Informationsaustausches. Anders als die bisher verwendeten Sprachen (z. B. Java oder HTML) oder die verschiedenen Dokumentformate wie .doc, .xls oder .txt arbeitet XML unabhängig von Plattformen und Betriebssystemen. Es kann problemlos von Betriebssystemen wie Unix, Windows oder Linux verarbeitet werden. XML ist eine Metasprache zur Definition von Dokumenttypen und hat sich als weltweiter Standard durchgesetzt. XML ist wesentlich flexibler als die bisher verwendeten Beschreibungssprachen und vereinfacht bzw. perfektioniert den Datenaustausch auf allen Ebenen - auch im Bauwesen.

Das Regelwerk des deutschen Bauwesens, GAEB 2000, basiert bereits auf den Datenstrukturen von XML und ist damit die erste XML-fähige Datenaustauschbeschreibung für das Bauwesen. GAEB 2000 hat sich nicht nur frühzeitig auf den zukünftigen Weltstandard eingestellt, sondern ist durch innovative Weiterentwicklung auch für die praktische Anwendung im Bauwesen wesentlich flexibler geworden.

Die neue Version GAEB 2000 1.2, die dem Markt seit rund einem Jahr zur Verfügung steht, ist so konzipiert, dass sie bedarfsgerecht erweitert werden kann. So werden zukünftig neben den Austauschphasen D81 bis D86 weitere Austauschphasen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer möglich sein (D88 beschreibt Nachträge, D89 den Rechnungsaustausch). Zusätzlich soll der Inhaltsaustausch von Katalogen, Vorgängen zur Terminplanung, Bauteilen und Kostenelementen realisiert werden.

Das Regelwerk GAEB 2000 1.2 wurde außerdem um die integrierten Strukturen eines Warenwirtschaftssystems (D 93 bis D97) ergänzt, die Preisanfrage, Preisangebot, Bestellung und Auftragsbestätigung im Austausch zwischen Bauunternehmen und Handel ermöglichen.

Das Bauwesen würde mit seinem GAEB-System vom vereinfachten Datenaustausch mittels des XML-Standards profitieren. Die Übermittlung von Daten verliefe wesentlich problemloser, als dies bislang mit den bekannten Störungen durch unterschiedliche Plattformen, Betriebssysteme und Dateiformate der Fall ist. Zusätzlich wird GAEB 2000 XML die Basis für signierfähige Vorgänge im Bauwesen sein. Prof. Dr.-Ing. J. Diaz kümmert sich mit der Gießener Gesellschaft für Technologietrasfer (www.transmit.de) bereits intensiv um die Einführung von GAEB 2000 in der Bauinformatik.

Die Bausoftwarehäuser in Deutschland sind auf diesen Schritt vorbereitet. In Kooperation mit dem Gemeinsamen Ausschuss für Elektronik im Bauwesen (GAEB) wird die Bausoftware XML-kompatibel gemacht. So rechnet z. B. die Firma MWM Software & Beratung GmbH damit, dass etwa vier Monate nach offizieller Annahme des XML-Formates im Bauwesen das GAEB-Konvertierungstool MWM-Primo kompatibel zu XML sein wird. MWM setzt für die Softwareentwicklung die GAEB 2000 Toolbox ein, die vom BVBS empfohlen wird. MWM-Primo dient zur Umwandlung beliebiger Dateien in GAEB, um das Einlesen der Dateien in das hauseigene Kalkulationsprogramm möglich zu machen.

Weitere Informationen zu XML, GAEB DA 2000 1.2 und MWM-Primo erhalten Sie per E-Mail info@mwm.de oder über Telefon (0228 - 40 06 80),
Telefax (0228 - 40 06 8-43) bei der MWM Software & Beratung GmbH in Bonn.


Bonn, im November 2002




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